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Allgemeine Klub-Informationen

Last Update: 17.11.2009
Klub: Åtvidabergs FF
Spielklasse: Allsvenskan
Wappen: Wappen AFF
Gründungsjahr: 1907
Erfolge: 2 x schwedischer Meister (1972 und 1973)
2 x schwedischer Pokalsieger (1970 und 1971)
Europapokal 1970: Aus in der 1. Runde gegen Partizan Tirana
Europapokal 1971: Aus im Viertelfinale gegen den BFC Dynamo Ost-Berlin (in den Runden zuvor setzte man sich gegen den FC Chelsea London und Zaglebie Sosnowiec durch)
Europapokal 1972: Aus in der 1. Runde gegen den FC Brügge
Europapokal 1973: Aus in der 1. Runde gegen den FC Bayern München (1-3 in München, 3-1 zu Hause, 3-4 n. E.)
Europapokal 1974: Aus im Viertelfinale gegen den FC Barcelona (in den Runden zuvor setzte man sich gegen HJK Helsinki und Universitatea Craiova durch).
Europapokal 2006: Aus in der 2. Runde gegen Grashoppers Zürich (0-3 H und 0-5 A)
Allsvenskan-
Jahre:
15
2. Liga-Jahre: 46
Zum Klub: Der Traditionsverein aus Östergötaland war Schwedens Top-Team der frühen 70er-Jahre. Zu dieser Zeit genoss der Verein finanzielle Unterstützung von dem damals in Åtvidaberg ansässigen Rechenmaschinenhersteller Facit AB. Åtvidaberg hat ca. 12.000 Einwohner.

1972 wurde man schwedischer Meister und hatte mit den beiden Stürmern Ralf Edström und Roland Sandberg die beiden Torschützenkönige in der Mannschaft, die jeweils 16 Tore schossen. Trotz des Weggangs der beiden Spieler konnte der Verein die Meisterschaft im Jahr 1973 verteidigen. Im Herbst dieses Jahres traf man im Europapokal der Landesmeister auf den FC Bayern München, wo man sich erst im Elfmeterschiessen geschlagen geben musste. Den Bayern gelang später der Gewinn des Wettbewerbs. Sie warben zudem den Spieler Conny Torstensson ab, der in dem Landesmeisterpokalspiel zwei Tore geschossen hatte. In der Folge wurden weitere Leistungsträger der Mannschaft von Spitzenklubs abgeworben und es wurde zunehmend schwer für den ÅFF, auf diesem hohen Niveau mitzuhalten. Dennoch gelang im Pokal der Landesmeister 1974/75 mit dem Einzug ins Viertelfinale der bislang größte Erfolg. Die beiden Spiele gegen den FC Barcelona gingen allerdings mit insgesamt 0-5 verloren. Beide Begegnungen wurden allerdings in Barcelona ausgetragen, weil der spanische Verein hierfür bezahlt hatte.

Anfang der 80er-Jahre begann dann der kontinuierliche Abstieg von ÅFF, der bis hinunter in die Div. IV führte. Mitte der 90er-Jahre ging es dann aber ebenso rasant wieder bergauf und man erreichte mit einer ganz jungen Mannschaft wieder die 2. Liga. 1997 und 1998 scheiterte der Klub ganz knapp am Aufstieg in die Allsvenskan. Leider mussten zu dieser Zeit immer wieder die besten Spieler an den großen Nachbarn IFK Norrköping abgegeben werden. 1999 konnte man sich als Tabellensiebter noch ganz knapp für die neue Superettan qualifizieren, war dort dann aber aufgrund der dünnen Spielerdecke leider unter den 3 Absteigern. Seit dem sofortigen Wiederaufstieg 2001 konnte man sich in der Superettan etablieren und 2009 - nach 27 Jahren - endlich wieder in die Allsvenskan zurückkehren.

Spieljahre 1995 bis heute

2009: 2. Platz in Superettan (Aufsteiger), Schnitt: 2.302.
Nach 27 Jahren konnte Traditionsklub ÅFF endlich in die Allsvenskan zurückkehren. Über 1.000 Fans begleiteten den Klub am vorletzten Spieltag nach Stockholm, um nach dem 1-0-Sieg gegen Vasalunds IF frenetisch den Aufstieg zu feiern. Entgegen den Prognosen und den Erfahrungen der letzten Jahre, spielte ÅFF die Saison konstant durch und stieg unter dem neuen Trainer Daniel Wiklund (ÅFF-Ex-Spieler) zurecht auf. Den Abgang von Torjäger Ricardo Santos kompensierten gleich mehrere Spieler in dem ausgeglichen besetzten Team: Pontus Karlsson (8 Tore), Routinier Kristian Bergström (7 Tore), Jesper Arvidsson, Oscar Möller, Viktor Prodell und Daniel Hallingström (je 6 Tore) und Haris Radetinac (5 Tore). Die beste Kulisse war natürlich im "Östergötland-Derby" gegen den IFK Norrköping FK beim 0-2 dabei (3.858 Zuschauer). ÅFF wird es ohne eine gravierende Kader-Verstärkung sehr schwer in der Allsvenskan 2010 haben. Finanziell ist der Verein gesund, kann aber keine großen Sprünge machen.

Åtvidabergs FF 2009 (Superettan)
Team Åtvidabergs FF 2009 (Superettan)

Quelle: www.svenskfotboll.se

2008: 6. Platz in Superettan, Schnitt: 1.845.
Eigentlich war es genau wie im letzten Jahr - über weite Strecken der Saison stand ÅFF auf dem 2. oder 3 Platz, um dann gegen Ende der Saison wieder immer schwächer zu werden. So reichte es für das Team von Trainer Peter Swärdh wieder nur zum 6. Platz. Seine beste Kulisse hatte der Klub im Heimspiel gegen Assyriska FF (2-0, 4.134 Zuschauer). Beste Torschützen waren der brasilianische Neuzugang Ricardo Santos (12 Tore) und Johan Niklasson (5 Tore).

Åtvidabergs FF 2008 (Superettan)
Team Åtvidabergs FF 2008 (Superettan)

Quelle: www.svenskfotboll.se

2007: 6. Platz in Superettan, Schnitt: 2.210.
Es hat für den Traditionsklub leider wieder nicht ganz nach oben gereicht. Bis in die 2. Halbserie hinein "schnupperte" man am 3. Platz, der zum Aufstieg berechtigt hätte. Durch eine Schwächeperiode verlor man aber - wie die Jahre zuvor auch - den Anschluss und hatte am Saisonende 7 Punkte Rückstand auf den Aufstiegsplatz. Im Team von Trainer Peter Swärdh waren Oscar Möller mit 10 Toren und Routinier Kristian Bergström mit 8 Treffern die besten Torschützen. Zum Östergötland-Derby gegen Meister IFK Norrköping (0-1) kamen 8.761 Zuschauer auf den "Kopparvallen".

Atvidabergs FF 2007
Team Åtvidabergs FF 2007 (Superettan)

Quelle: www.svenskfotboll.se

2006: 12. Platz in Superettan, Schnitt: 1.643.
Die schlechte Platzierung in der Liga war besonders dem großen Erfolg im Europapokal geschuldet. Hier schaffte es ÅFF, trotz fehlendem Heimrechts (der Kopparvallen in Åtvidaberg genügte nicht den Ansprüchen der UEFA), fast bis in die Gruppenphase und war als letzter schwedischer Klub international vertreten:

In der Qualifikation setzte man sich locker gegen FC Etzella Ettelbrück (Luxemburg) mit 4-0 H (in Norrköping) und 3-0 A durch. In der 1. Runde wartete der norwegische Spitzenreiter SK Brann Bergen - hier spielte man 3-3 A und 1-1 H (in Växjö vor leider nur 786 Zuschauern). Erst die Grashoppers aus Zürich (mit Trainer Krassimir Balakov) erwiesen sich in der 2. Runde als eine Nummer zu groß (0-3 H, in Norrköping vor 5.130 Zuschauern und 0-5 A).

Weil es sich bei den ÅFF-Spielern jedoch größtenteils um lupenreine Amateure handelte, führte diese Doppelbelastung zu der schlechten Liga-Platzierung. Zwischenzeitlich stand Kent Karlsson's Team sogar auf einem Abstiegs-Relegationsplatz; man riss sich dann aber noch einmal zusammen und konnte mit 1 Punkt Vorsprung auf Assyriska FF Södertälje den direkten Klassenerhalt schaffen. Beste ÅFF-Torschützen waren Mats Haglund (8 Tore, kam vor der Saison vom BK Häcken Göteborg) und Kristian Bergström (7 Tore). Im Östergötaland-Derby gegen den IFK Norrköping (1-2) wurde mit 4.680 Zuschauern die beste Saison-Kulisse verzeichnet.

Team Åtvidabergs FF 2006
Team Åtvidabergs FF 2006 (Superettan)
Quelle: Homepage Åtvidabergs FF

2005: 10. Platz in Superettan, Schnitt: 1.963.
Die mäßige Platzierung spiegelte nicht den wahren Leistungsstand des Teams von Trainer Kent Karlsson (früher u. a. in Örebro und Norrköping Trainer; ÅFF-Spieler von 1967 bis 1976) wieder - einen Großteil der Saison spielte ÅFF oben mit. Die Pokal-Euphorie - durch das Erreichen des Finales gegen Meister Djurgårdens IF Stockholm (0-2) spielt Åtvidabergs FF im nächsten Jahr im Europapokal - sorgte für manchen unnötigen Punktverlust in der Meisterschaft. Vor 30 Jahren (1975) spielte Åtvidaberg zuletzt im Europapokal und schied im Viertelfinale der Landesmeister gegen den FC Barcelona aus. Kurios: ÅFF profitierte seit 2003 von der engen Zusammenarbeit mit dem Final-Gegner Djurgården (die nach dieser Saison beendet wurde) - so spielten diese Saison die DIF-Spieler Blaise Mbemba, Richard Ekunde und Yannick Bapupa (alle aus dem Kongo) für den Klub.

Åtvidabergs FF 2005
Team Åtvidabergs FF 2005 (Superettan)
Quelle: Homepage Åtvidabergs FF

2004: 7. Platz in Superettan, Schnitt: 1.943.
Bis in die Endphase der Saison hinein hatte ÅFF die Chance auf den 3. Platz, konnte die letzten Spiele aber leider nicht mehr erfolgreich gestalten. So betrug der Abstand am Ende der Saison 6 Punkten auf den 3. Platz (Assyriska FF Södertälje).
2003: 4. Platz in Superettan, Schnitt: 1.718.
Dem personell nahezu unveränderten Team von Trainer Steve Kreutz wurde niemals ein derart gutes Abschneiden zugetraut. Einfach sensationell, wenn man auch nie auf einem Aufstiegsplatz stand und der Abstand auf Rang 3 (Relegationsplatz) 9 Punkte betrug.
2002: 10. Platz in Superettan, Schnitt: 1.361.
Mit dem 10. Platz war ÅFF der beste Superettan-Neuling. Das Team von Trainer Steve Creutz erfüllte sein Ziel voll und das sogar viel souveräner als man erwarten konnte. Man geriet zu keinem Zeitpunkt in Abstiegsgefahr. Beste Torschützen waren Mats Haglund (7 Tore) und Henric Karlsson (5 Tore).
2001: Meister in Div. II Östra Götaland (Aufsteiger), Schnitt: 995.
Man setzte sich gegen die starken Vereine aus Jönköping (Tord, Södra und Husqvarna) durch. Zur Halbserie schwebte ÅFF mit nur 12 Punkten noch in Abstiegsgefahr - nach einer Siegesserie (28 Punkte aus den letzten 10 Spielen) konnte am letzten Spieltag vor 2.906 Zuschauern gegen Grimsås IF mit einem 5-3 der Staffelsieg perfekt gemacht werden. Die beiden Aufstiegsspiele gegen Syrianska FC Södertälje (Sieger Div. II Västra Svealand) wurden 2-1 (Heim: 4.415 Zuschauer) und 4-1 (Auswärts: 5.823 Zuschauer) gewonnen - dabei erzielte Stürmer Henric Karlsson 5 von 6 Toren. Meister-Trainer war Steve Kreutz.
2000: 14. Platz in Superettan (Absteiger), Schnitt: 1.245.
Trotz des bitteren Abstiegs in die Drittklassigkeit - die letzten 9 Spiele konnte kein Sieg mehr errungen werden - mit 1 Punkt Abstand zum rettenden Ufer (Umeå FC) wurde Stürmer Fredrik Gärdemann mit (wieder) 14 Toren 2. in Torschützenliste (hinter Marcus Ringberg von Mjällby mit 18 Toren). Er wechselte danach zu Kalmar FF. Trainer in dieser Saison war Jörgen Augustsson.
1999: 7. Platz in Div. I Södra, Schnitt: 785.
Durch den Sieg am letzten Spieltag zu Hause gegen Absteiger Husqvarna FF (3-1, 867 Zuschauer) und der gleichzeitigen Niederlage von Östers IF Växjö in Ljungskile qualifizierte sich Åtvidaberg für die neue Superettan. Stürmer Fredrik Gärdemann wurde mit 14 Toren 2. der Torschützenliste (hinter Danijel Milovanovic von Falkenbergs FF, 15 Tore). Trainer war weiterhin Mats Karlsson, der nach dieser Saison aufhörte.
1998: 4. Platz in Div. I Södra, Schnitt: 924.
Nur 4 Punkte fehlten dem Team um Torjäger Mattias Flodström (16 Tore) auf den 2. Platz (Landskrona BoIS), der zur Aufstiegsrelegation berechtigt hätte. Nach der Saison wechselte Stürmer Flodström (im Paket mit Kristian Bergström) zum IFK Norrköping.
1997: 4. Platz in Div. I Södra, Schnitt: 874.
Die schwache Heimbilanz mit 4 Niederlagen (bei nur 2 Auswärtsniederlagen) verhinderte eine noch bessere Platzierung - 9 Punkte betrug am Ende der Abstand auf den Allsvenskan-Relegationsplatz. Im Derby gegen Motala AIF FK verzeichnete man mit 2.094 Zuschauern die beste Saison-Heim-Kulisse. Mattias Flodström (9 Tore) und Kristian Bergström (8 Tore) waren die besten Klub-Torschützen. Ich sah ÅFF, trainiert vom Ex-Spieler Mats Karlsson, beim Spiel in Falkenberg (2-2).
1996: 10. Platz in Div. I Södra, Schnitt: 906.
Nur mit viel Glück und mit lediglich 1 Tor (!) Vorsprung auf Falkenbergs FF entging der Klub der Abstiegsrelegation. Bemerkenswert schwach war die Torausbeute: nur 25 Tore in 26 Spielen.
1995: Meister in Div. II Östra Götaland (Aufsteiger), Schnitt: offen.
ÅFF konnte sich den direkten Aufstieg in die 2. Liga bei Punktgleichheit nur aufgrund der um 2 Toren besseren Differenz gegenüber Motala AIF FK sichern (der Klub stieg dann in der Relegation ebenfalls auf). Dieser Aufstieg war ein toller Erfolg für den Traditionsklub, der schon in der 5. Liga (Div. IV) verschwunden war.

Stadion-Informationen

Stadion: Kopparvallen
Stadionbesuch: August 1997
Baujahr: 1907
Maße: 105 x 68 m
Belag: Rasen
Flutlicht: Ja
Kapazität: 7.200
Rekord: 11.049, am 05.05.1968 gegen den IFK Norrköping
Beschreibung: Wirklich altes und historisches Holz-Stadion, das im Laufe der letzten Jahrzehnte kaum verändert wurde und ganz viel Athmosphäre austrahlt. In den 70er-Jahren gab es hier tolle Europapokal-Spiele. Während der EM 1988 in Schweden bezog die deutsche Nationalmannschaft in Åtvidaberg ihr Quartier.

AFF - Kopparvallen

AFF - Kopparvallen

AFF - Kopparvallen
Quelle: www.groundhopping.se

Spiel-Besuche

Spiel-Besuche: 1997 sah ich ÅFF in Falkenberg (2-2) spielen.