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| Allgemeine Klub-Informationen |
| Last Update: | 17.11.2009 |
| Klub: | Ljungskile SK |
| Spielklasse: | Superettan |
| Wappen: | ![]() |
| Gründungsjahr: | 1926 |
| Erfolge: | 2. Platz in der 2. Liga (Div. I Södra) 1996 und Allsvenskan-Aufstieg in der Relegation 14. Platz in der 1. Liga (Allsvenskan) 1997 |
| Allsvenskan- Jahre: |
2 |
| 2. Liga-Jahre: | 8 |
| Zum Klub: | Ljungskile SK war das Sensationsteam der 90er-Jahre, von dem man in ganz Schweden sprach. Man spielte 1990 noch in der 6. Liga (Div. V Bohuslän) und begann dann einen Durchmarsch (1990: Meister Div. V, 1991: Meister Div. IV, 1992: Meister Div. III, 1993: Meister Div. II) - als Tabellenzweiter der 2. Liga (Div. I Södra) 1996 setzte man sich in zwei Qualifikationsspielen sensationell gegen den Tabellenelften der Allsvenskan, Umeå FC, durch (0-1 in Ljungskile und 3-2 in Umeå) und war in die Allsvenskan aufgestiegen - die Fußball-Sensation in Schweden schlechthin! In der Sommerpause wurde dann das Stadion ausgebaut (von den finanziellen Klimmzügen hat sich der Verein bis heute nicht erholt) und am 5. Spieltag konnte zum Derby-Schlager gegen der IFK Göteborg (3-4) mit 5.548 Zuschauern die größte Kulisse aller Zeiten begrüßt werden. Trotz einiger Überraschungen und der Sponsor-bedingten Umbenennung in "Panos Ljungskile SK" (Panos ist ein griechischer Bademoden-Hersteller) war man allerdings in der Allsvenskan überfordert. In der Folgezeit rutschte der Klub bis in die 3. Liga ab und war nur noch durch einen Kredit und die Abtretung aller Werberechte an die Gemeinde Uddevalla am Leben. Seit 2005 spielte Ljungskile SK wieder in der 2. Liga (Superettan) und stieg in der Saison 2007 sensationell als Vize-Meister wieder in die Allsvenskan auf. Der sofortige Abstieg war dann denkbar knapp und unglücklich. |
| Spieljahre 1995 bis heute |
| 1995: | 5. Platz in Div. I Södra, Schnitt: 858. In seinem zweiten Zweitliga-Jahr (1994: 7. Platz) belegte LSK einen tollen 5. Platz - freilich ohne in den Aufstiegskampf eingreifen zu können. Im Westküsten- und Gemeinde-Derby gegen den Meister und Allsvenskan-Aufsteiger IK Oddevold Uddevalla wurde mit 2.038 Zuschauern die Saison-Bestmarke aufgestellt. LSK-Trainer war der Ex-Spieler (bis 1994) Johan Brink (bis 1988 auch bei Oddevold Spieler und später Trainer). Unterstützt wurde er vom Spieler Bo Wålemark, der in den Jahren zuvor als Stürmer ein entscheidender Garant für den rasanten Aufstieg des Klubs war. |
| 1996: | 2. Platz in Div. I Södra (Aufsteiger), Schnitt: 842. Der Sensations-Aufsteiger, trainiert von Lars-Olof Mattsson, setzte sich in der Allsvenskan-Relegation gegen Umeå FC mit 0-1 H und 3-2 A durch. In der Meisterschaft (nur 4 Niederlagen) fehlten lediglich 2 Punkte auf den Meister und Aufsteiger IF Elfsborg Borås. |
| 1997: | 14. Platz in Allsvenskan (Absteiger), Schnitt: 2.784. Trotz einiger wirklich guter Spiele war das Team von Trainer Lars-Olof Mattsson als Tabellenletzter mit nur 20 Punkten (5 Siege, 5 Unentschieden und 16 Niederlagen) letztendlich überfordert. Auswärts holte man nur 2 mickrige Punkte. 1.056 Zuschauer gegen Trelleborgs FF waren Allsvenskan-Minusrekord in dieser Saison. Bester LSK-Schütze war Mathias Gravem mit 6 Toren. ![]() Team Ljungskile SK 1997 (Allsvenskan) Quelle: Homepage Ljungskile SK |
| 1998: | 6. Platz in Div. I Södra, Schnitt: 839. Nach dem Abstieg verliessen viele gute Spieler den Klub - trotzdem sprang ein 6. Platz im gesicherten Mittelfeld der Tabelle heraus. 12 Siegen und 4 Remis standen 10 Niederlagen gegenüber. |
| 1999: | 4. Platz in Div. I Södra, Schnitt: 1.007. Dem Team von Trainer Jan Jönsson fehlten nur 3 Punkte auf den Zweiten, GAIS Göteborg, der in der Allsvenskan-Qualifikation gegen Kalmar FF aufstieg. Mit nur 26 Gegentoren in 26 Saison-Spielen stellte LSK die beste Abwehr der Liga. |
| 2000: | 15. Platz in Superettan (Absteiger), Schnitt: 924. Einhergehend mit der schlechten wirtschaflichen Situation des Klubs ging es auch sportlich bergab. Man konnte nur 6 Siege in der Saison erringen und stieg bei 6 Punkten Abstand zum rettenden Ufer ab. Goran Nikolajev erzielte 7 Tore. Trainer war Jan Jönsson. |
| 2001: | Meister in Div. II Västra Götaland, Schnitt: 754. Die sofortige Meisterschaft für das Team von Trainer Lars Gunnar Hermansson war nach dem letztjährigen Abstieg eine große Überraschung (1 Punkt Vorsprung auf Ytterby IS). Nach diesem Coup wurde dann auch die sofortige Superettan-Rückkehr erwartet - man scheiterte aber (unerwartet) im Aufstiegsspiel am Meister der Div. II Södra Götaland, Ängelholms FF (0-2 A und 1-1 H). |
| 2002: | 6. Platz in Div. II Västra Götaland, Schnitt: 703. Letztendlich war man mit dem erreichten sicheren Mittelfeldplatz in dieser starken Liga (Trollhättan, GAIS, Qviding, Gunnilse,...) zufrieden. Eine Meisterschaftschance hatte man nach dem Abgang von einigen Leistungsträgern sowieso nie. Nach der Saison strich man den Namenszusatz "Panos" wieder aus dem Vereinsnamen. |
| 2003: | 2. Platz in Div. II Västra Götaland, Schnitt: 827. Nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber GAIS Göteborg wurde das Team vom Ex-Spieler David Wilson nicht Meister, konnte aber an die erfolgreiche Vergangenheit endlich wieder etwas anknüpfen. Nur 19 Gegentore waren Liga-Spitze. Konkurrent GAIS stieg dann im Aufstiegsspiel gegen Mjällby AIF in die Superettan auf. |
| 2004: | Meister in Div. II Västra Götaland (Aufsteiger), Schnitt: 824. Mit 5 Punkten Vorsprung auf Floda BoIF konnte unter Trainer David Wilson endlich die Meisterschaft an die Westküste geholt werden. In der Aufstiegsrelegation hatte Ljungskile dann das Glück auf den Stockholmer Serien-Meister Väsby IK zu treffen, der bereits in den vergangenen beiden Jahren in den Aufstiegsspielen zur Superettan "keine Schnitte" sah. Ljungskile siegte recht souverän mit 2-0 (H) und 1-0 (A). |
| 2005: | 4. Platz in Superettan, Schnitt: 1.515. Den 4. Platz vom Aufsteiger, trainiert vom Engländer und Ex-LSK-Spieler David Wilson, kann man nur als sensationell bezeichnen. Am Ende haben nur 2 Punkte zum Erreichen des 3. Platzes gefehlt. Jörgen Wålemark (früher IF Elfsborg, Lilleström SK, AE Limassol) war mit 15 Toren der Top-Torjäger. ![]() Team Ljungskile SK 2005 (Superettan) Quelle: Homepage Ljungskile SK |
| 2006: | 6. Platz in Superettan, Schnitt: 917. Trotz des Abgangs einiger Leistungsträger und dem Wechsel des Erfolgs-Trainers David Wilson zu GIF Sundsvall (wurde dort im Laufe der Saison entlassen und kehrte nach Ljungskile zurück; er ersetzte L-O Mattsson, der bereits 1997 in der Allsvenskan bei Ljungskile SK tätig war) war LSK eine große positive Überraschung in dieser Saison. Das Team um die Torjäger Jörgen Wålemark (13 Tore) und Martin Smedberg (10 Tore) - zusammen 23 der gesamten nur 34 Tore - führte in der ganzen Saison das breite Tabellen-Mittelfeld an und hatte weder Aufstiegs-Hoffnungen noch Abstiegs-Angst. Diese Position im "Tabellen-Niemandsland" drückte den Zuschauerschnitt im Vergleich zum Vorjahr arg nach unten. Seine beste Saison-Kulisse hatte der Westküsten-Klub im Spiel gegen Degerfors IF (0-0) mit 1.358 Zuschauern. ![]() Team Ljungskile SK 2006 (Superettan) Quelle: Homepage Ljungskile SK |
| 2007: | 2. Platz in Superettan (Aufsteiger), Schnitt: 1.484. Das Märchen geht weiter - Ljungskile SK stieg sensationell zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte in die Allsvenskan auf. Wendepunkt der bis dorthin eher mittelmäßigen Saison war der Heimsieg gegen den IFK Norrköping mit 2 Mann weniger auf dem Platz (siehe Spielbericht; ich war dabei). Danach gewann der Klub Spiel um Spiel und wurde immer stärker. Trainer war weiter der Ex-Spieler und mittlerweile Ljungskile-Urgestein David Wilson. Andreas Kristoffersson erzielte 14 Tore, Mathias Gravem und Jörgen Wålemark jeweils 6 Tore. Zum Derby gegen den BK Häcken Göteborg kamen beim 1-0-Sieg 2.650 Zuschauer - die beste Saison-Heimspiel-Kulisse. Wie 1997 werden Ljungskile NULL Chancen in der Allsvenskan eingeräumt. ![]() Team Ljungskile SK 2007 (Superettan) Quelle: www.svenskfotboll.se |
| 2008: | 14. Platz in Allsvenskan (Absteiger), Schnitt: 2.932. Gemessen an den Möglichkeiten spielte Ljungskile SK eine tolle Saison und stieg nur denkbar knapp in der Abstiegs-Relegation gegen den Dritten der Superettan, BP, wieder aus der Allsvenskan ab (0-0 A, 2.072 Zuschauer; 1-1 H, 2.828 Zuschauer). Highlight der Saison war natürlich der Sieg gegen den großen IFK Göteborg mit 2-1 - 7.128 Zuschauer sorgten für einen neuen Vereinsrekord. ![]() Ljungskile SK - IFK Göteborg 2-1 Quelle: Bohuslän Tidning Auch im Rückspiel erreichte man ein 0-0. Weitere Achtungserfolge waren u. a. Siege bei Malmö FF und gegen den AIK Solna.Besonders drückte der Schuh im Sturm - nur 23 Tore in 30 Spiele waren Allsvenskan-Minusrekord. Andreas Kristoffersson mit 6 Toren (er wechselte während der Saison zu Kongsvinger IL/Norwegen) sowie Niklas Löfgren und Daryl Smylie mit je 4 Toren waren die besten Schützen im Team. Ljungskile-Urgestein Jörgen Wålemark war nur einmal erfolgreich und beendete nach dem bitteren letzten Spiel seine aktive Karriere. Trainer war weiterhin David Wilson. ![]() Team Ljungskile SK 2008 (Allsvenskan) Quelle: www.svenskfotboll.se |
| 2009: | 9. Platz in Superettan, Schnitt: 968. Weite Strecken der Saison lief der Allsvenskan-Absteiger stark die Gefahr direkt in die Div. I (3.Liga) durchgereicht zu werden. Erst eine starke zweite Halbserie führte den Klub in sichere Gefilde. Beste Torschützen waren GIF Sundsvall-Rückkehrer Johan Patriksson (13 Tore), Niklas Löfgren (12 Tore) und Martin Smedberg-Dalence (9 Tore). In seiner größten Abstiegsnot wurde sogar Urgestein Jörgen Wålemark, der 2008 seine Karriere beendete, wieder reaktiviert (16 Spiele, 2 Tore). Beste Kulisse waren 2.184 Zuschauer bei der 0-1-Niederlage im Derby gegen den FC Trollhättan. Der neue Trainer Gudmundur Magnusson wurde schon im Mai entlassen - unter dem neuen Gespann Örjan Glans und Ex-Spieler Bosse Wålemark (vorher Nachwuchstrainer) ging es dann stetig bergauf. ![]() Team Ljungskile SK 2009 (Superettan) Quelle: www.svenskfotboll.se |
| Stadion-Informationen |
| Stadion: | Starke Arvid Arena |
| Stadionbesuch: | Juli 2002 / Juli 2007 |
| Baujahr: | 1985 (Erweiterung 1997) |
| Maße: | 105 x 65 m |
| Belag: | Rasen |
| Flutlicht: | Ja |
| Kapazität: | 6.000 |
| Rekord: | 7.128 (mit Zusatztribünen), Saison 2008 beim 2-1-Sieg gegen IFK Göteborg |
| Beschreibung: | Das Stadion, das ganz im Wald liegt, wurde anläßlich des Aufstiegs in die Allsvenskan 1997 für 2 Mio. Kronen ausgebaut. Es existiert eine ca. 50 m lange überdachte (alte) Holztribüne (gemaß den Klubfarben ganz in grün) und eine nicht überdachte (neue) Stehplatztribüne, die über die ganze Platzlänge reicht. Hinter den Toren existieren keine Ausbauten. Hier können, je nach Bedarf, für bis zu 2.000 Zuschauer mobile Stehplatztribünen aufgebaut werden.
Das Stadion hieß urspünglich "Skarsjövallen", wurde dann in "H. A. Bygg Arena" und anläßlich des Aufstiegs in die Allsvenskan 2007 in "Starke Arvid Arena" umbenannt.
![]() Ljungskile-Holztribüne ![]() Ljungskile-Holztribüne (Seitenansicht) ![]() Mini-Tribüne für Rollstuhlfahrer ![]() Gegengerade - nicht überdachte Stehplatztribüne |
| Spiel-Besuche |
| Spiel-Besuche: | Saison 2007 Ljungskile SK - IFK Norrköping 2-1 Der souveräne Spitzenreiter der 2. Liga (Superettan) und 12-malige schwedische Meister IFK Norrköping reiste ohne eine einzige Saison-Niederlage (Bilanz nach 14 Spielen: 12/2/0) an die Westküste. Die Heimmannschaft aus Ljungskile (1997 in der Allsvenskan, danach zwischenzeitlich drittklassig) belegte mit 20 Punkte einen Platz im Mittelfeld - 6 Punkte von den Aufstiegsplätzen und 7 Punkte von den Abstiegsplätzen entfernt.
Die Anfahrt zur H. A. Bygg Arena gestaltete sich recht schwierig - die Uhren in Schwedens 2. Liga ticken eben bzgl. Infrastruktur etwas anders als in Deutschlands 2. Liga. Das Stadion liegt im Wald über dem Ort und die einzige Zufahrtsstraße ist eine Einspurige. Entsprechend quälend lange dauerte auch die Fahrt hinauf (auch bis 20 Min. nach dem Spielbeginn standen die Autos noch im Stau). 1.807 Zuschauer reichten aus, um ein Chaos auszulösen. Parken kann man dann nur auf ausgewiesenen Parkplätzen für 20 SEK im tiefen Matsch. Ljungskile spielte Anfang der 90er-Jahre noch in der zweittiefsten (!) Klasse und die Infrastruktur konnte mit dem rasanten sportlichen Aufstieg (noch immer) nicht mithalten.
Das Spiel selber war absolut sehenswert. Der IFK Norrköping, der nach quälenden 5 Jahren in der 2. Liga mit dem Ex-IFK Göteborg-Trainer Mats Jingblad mit aller Macht in die Allsvenskan zurückstrebt, trat in der 1. Halbzeit mit schnellem Direktspiel wie eine echte Spitzenmannschaft auf. Ljungskile kam nur zu einigen wenigen Entlasstungsangriffen ohne das Tor vom IFK in Gefahr bringen zu können. Nach dem Platzverweis für Ljungskile-Spieler David Leinar (35. Minute, Notbremse) war man auf LSK-Seite froh, mit dem Remis in die Kabine zu gehen. Folgerichtig fiel dann auch in der 64. Minute das 1-0 für den IFK durch Stefan Thordarson. Völlig überraschend konnte LSK jedoch wenig später in der 66. Minute durch einen Konter, abgeschlossen durch Andreas Kristoffersson, ausgleichen. Ab der 71. Minute war Ljungskile dann nur noch zu 8 - Cedomir Zarkovic musste nach einem Foul mit der Ampel-Karte den Platz verlassen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte wohl niemand mehr einen Cent auf Ljungskile gesetzt...
![]() Quelle: "Göteborgs Posten" vom 24.07.2007 LSK kämpfte jedoch, angetrieben durch den ca. 20 Mann (!) starken Fanclub (und unterstützt vom artigen, reservierten Applaus der restlichen Zuschauer), bis zum Umfallen. Der IFK stellte sich jetzt auch äußerst ungeschickt an und versuchte mit der Brechstange, immer durch die Mitte, zum Führungstor zu gelangen. So geschah dann das Unfassbare - ein LSK-Konter konnte erneut durch Andreas Kristoffersson in der 81. Minute erfolgreich zum 2-1 abgeschlossen werden. Die verbleibenden 9. Spielminuten stemmten sich die 8 Ljungskile-Spieler dem IFK-Ansturm erfolgreich entgegen. So kassierte der IFK Norrköping gegen 8 Ljungskile Spieler seine erste Niederlage und blamierte sich dabei kräftig. Am Rande sei noch angemerkt, dass der IFK bis dato noch nie in Ljungskile gewinnen konnte: 1997 siegte LSK in der Allsvenskan mit 2-1, 2005 und und 2006 trennte man sich in der Superettan jeweils Remis (2-2 und 0-0). |